Re: Amateure bei den Dancing Stars
Autor: DanceS (80.109.54.---)
Datum: 19. März 2011 00:20
Die Kritik, die hier ausgesprochen wird, ist zweierlei:
1. das Verhalten des ÖTSV
Kritisiert wird NICHT, daß die Paare teilnehmen dürfen - fast alle, die hier etwas dazu geschrieben haben, fanden das positiv. Schlecht finden hingegen viele, WIE der ÖTSV mit der Situation umgeht; anfangs wußte das Präsidium nichts von der Teilnahme, nahm sich Zeit, sprach mit den Betroffenen - soweit, so gut. ABER dann einfach zu sagen "Es handelt sich um eine Unterhaltungsshow" ist ein wenig zu dünn. Es entsteht der Eindruck, daß es sich um Auslegungssache handelt - wie soll man sich als aktiver Sportler auf ein Präsidium verlassen können, das keine klaren Regeln definiert oder diese Regeln auf kaum nachvollziehbare Weise umsetzt (sofern dies überhaupt passiert)?
2. das Verbot, ohne Ausbildung nicht unterrichten zu dürfen
Der Kerninhalt der Kritik ist, daß es einerseits Leute gibt, die ohne Ausbildung fast hauptberuflich unterrichten (ohne Konsequenzen seitens des ÖTSV), andererseits nicht jeder staatlich geprüfter Trainer unbedingt empfehlenswert ist - zum Beispiel weil dessen Ausbildung eine Ewigkeit her ist und er seit dem nur das verlangte absolute Minumum an Weiterbildung (oder gar keine Weiterbildung) absolviert hat. Als aktiver Sportler fragt man sich, welchen Wert die Ausbilung zum Trainier tatsächlich hat. Wenn sie wirklich nötig ist, um Nachwuchspaare vor "Schaden" durch ungelernte Unterrichtende zu schützen, warum duldet der ÖTSV den Umstand, daß es Paare gibt, die laufend ohne Ausbildung unterrichten (ich glaube nicht, daß der ÖTSV das nicht weiß). Und: wie bzw. inwiefern wird sichergestellt, daß diejenigen, die die Ausbildung gemacht haben, auch wirklich "gute Trainer" sind?