Datum: 16. November 2010 19:36
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Man erlebt allerdings speziell als Wiener Paar oft die Erfahrung ,dass man bei der
Steirischen LM deutlich schlechter gewertet wird als bei irgendeiner anderen LM.
Man kann hier natürlich mit Tagesleistung und so argumentieren, Allerdings hat es auch bereits schon mal den Fall gegeben dass Steirische und Kärtner LM an einem Wochenende waren, bei dem an beiden Turnieren beinahe exakt dasselbe Starterfeld war.
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Interessanterweise fahren einige Steirer auch nur ungern nach Wien. LMs sind im Allgemeinen noch ok, aber bei BWs ist man doch eher Kanonenfutter (von einigen positiven Ausnahmen wie der UNION Bundesmeisterschaft jedes Jahr abgesehen).
Natürlich steht es jedem offen, dorthin zu fahren, wo er vom seinem Gefühl her am besten gewertet wird (für mich ist das Deutschland). Ich als Steirer hatte nicht das Gefühl, dass mich die steirischen WR besser werten - eher das Gegenteil war der Fall...
Im Laufe der Jahre erstellt man halt eine Art interne "Blacklist" mit Turnieren, bei denen man sich die Reise schon sparen kann und sich lieber ein freies Wochenende gönnt.
Ich habe mir angewöhnt, vor allem jene Turniere zu fahren, bei denen ich mich als Tänzer wohl fühle, die anderen lasse ich ganz gern aus. Und vor allem als 10-Tänze-Paar zahlt es sich aus zu Turnieren zu fahren, bei denen man mehr als nur einen Start hat. Große Mehrflächenturniere wie Oberpullendorf (in Deutschland z.B. Hessen, Bayreuth, Stuttgart, Neu-Ulm, Leonberg-Höfingen, Blaues Band der Spree, danceComp), wo man an einem Wochenende doch an meistens 4 Starts herankommt.
Seit die neue Aufstiegspunkteregel in Kraft getreten ist, bringt es zwar weniger, zu solchen Turnieren zu fahren, wenn man nur irgendwo im Mittelfeld landet, dafür aber sehr viel, wenn man weiter vorn im Tableau ist.
Abgesehen davon, dass Turniere wie Hessen einfach ein Erlebnis für sich sind.
BTW,
dass Paare bei ihrer "Heim-LM" doch einen leichten Vorteil haben, ist bis zu einem gewissen Grad doch in Ordnung, solang es sich in Grenzen hält. Irgendwann hat jeder einmal seine Heim-LM (Paare aus Vorarlberg und dem Burgenland werden es verzeihen - aber deren Anzahl hält sich doch in mehr als nur bescheidenen Grenzen). Vom eigenen Trainer gewertet zu werden ist immer eine eigene Sache - von objektiver Wertung kann man da einfach nicht mehr sprechen. Ähnlich verhält es sich auch mit WR aus dem eigenen Bundesland. Patriotismus kann man nur schwer ausschalten, selbst, wenn das alles unbewusst vorkommt. Solang es sich in Grenzen hält ist das alles ok und macht auch ein bisschen was von der Vielfalt im Tanzsport aus.
Und bei österreichweiten Meisterschaften sollte es nach Möglichkeit auch nur noch in möglichst geringem Rahmen passieren...