Re: OÖ Standard
Autor: .. (62.99.207.---)
Datum: 18. Oktober 2005 18:35
Ich habe Ballett nur ins Spiel gebracht, um zum Ausdruck zu bringen, dass auch ein Gebiet, das als Kunst definiert ist, und kaum als Sport bezeichnet wird, durchaus dieselben Elemente wie der Tanzsport aufweist. Und zwar in meinen Augen sogar manchmal mehr: Man versucht, bessere Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen durch präzisere Technikdefinitionen (Danke, freedancer), und es geht dabei nicht nur um Platz eins oder drei, sondern um Existenz! Daher finde ich die bisherigen Argumente, warum Tanzsport immer Sport sein muss, nur weil er so heißt, etwas harmlos.
@freedancer: Das, was du im zweiten Teil deines Beitrags erläuterst, ist eigentlich das einzige, was ich in diesem Thread sagen wollte: Man braucht wohl das Rüstzeug, und investiert auch viel Zeit in deren Erlangen. Aber das Ziel ist, glaube ich, für einen Tänzer schon eher das Tanzen. Und wie du sagst, insgesamt wird man dann meistens vorne dabei sein. Und da hat die Diskussion ja begonnen: Wieso muss ich überhaupt WR verurteilen? Keine Frage: Eine Kontrollinstanz fördert hier die Sportlichkeit (jetzt bin ich auch schon soweit), aber Tatsache ist doch, dass die guten Tänzern im allgemeinen meistens recht gut damit leben können, wenn sie einmal von einem WR nicht so gut gewertet werden. Und um schließlich den Kreis zu schließen: Gerade im konkreten Fall glaube ich kaum, dass Maier-Kurzthaler selbst ein größeres Problem mit speziellen WR haben, nur weil sie nicht vor Santners gewertet wurden. Klar ist es ärgerlich für sie, aber sie werden -wenn es tatsächlich so war- nicht überhört haben, dass das Publikum ihr Tanzen gemocht hat. Und für mich wäre das ein schöner Trost.